Der Leuchtturm auf dem Schluckwieksberg
Nördlich des Dornbuschwaldes, der gleich hinter der Ortsgrenze Klosters beginnt, gibt es nur einen Herrscher. Und der zeigt sich seit weit über 100 Jahren mit seiner ungebrochenen Stärke. Die Rede ist vom Leuchtturm, dem wohl bedeutendsten Wahrzeichen der Insel.
Im Jahre 1888 ließ man ihn auf dem höchsten Hügel Hiddensees, dem Schluckwieksberg (72,5 m über dem Meeres spiegel), erbauen.
Im Jahre 1927 entschloss man sich, dem Turm ein Gewand aus Stahl-beton anzulegen. Und damit sich in gleichen Perioden auch 2,4 Sekunden Licht und 7,6 Sekunden Dunkelheit abwechseln (für jeden Leuchtturm unterschiedlich), tat hier bis vor einigen Jahren Deutsch-lands letzter Leuchtturmwärter seinen Dienst. 2009 schmückte der „Weiße Riese“ übrigens eine Briefmarke der Deutschen Post.

Das Heimatmuseum in Kloster
Das Museum wurde am Ostseestrand von Kloster in der 1888 entstandenen Seenotstation eingerichtet. Seit Mai 2009 zeigt das Heimatmuseum in seinen Räumen eine neue Dauerausstellung zur Geschichte der Insel Hiddensee. Die Themengebiete Erste Besiedlung, Hiddenseer Goldschmuck (das Original des wertvollen Schmuckes befindet sich allerdings nicht auf Hiddensee, sondern in Stralsund), Alltagsleben, Seefahrt, Fischerei, Schulwesen sowie die Entwicklung von Tourismus, Verkehr und Infrastruktur wurden auf- und überarbeitet. In den Räumen des Erdgeschosses werden die Themen Seenotrettung, Strandfunde/Fossilien und die Geschichte des Hauses behandelt. Auf gleicher Ebene befindet sich das „Bernsteinzimmer“. Gezeigt werden Stücke aus der umfangreichen Sammlung des Bernsteinfischers Ingolf Engels, die dem Besucher die Vielfalt des Bernsteins vor Augen führen.

Das Gerhart-Hauptmann-Haus
Der 1862 geborene Dichter Gerhart Hauptmann weilte im Jahr 1885 erstmals auf Hiddensee. Im Haus Seedorn, das als Gerhart-Haupt-
mann-Haus heute öffentlich zugänglich ist, lebte der Dichter in den Sommermonaten von 1926 bis 1943. Die Ausstellungen im Haus informieren über sein Leben und sein Werk. Das Besondere ist, dass sie sich in dem einzigen noch im Original erhaltenen Wohnhaus des Dichters befinden. Arbeits- und Schlafzimmer sowie weitere Räume vermitteln einen Einblick in seine Lebensweise. Das gilt auch für seinen zu besichtigenden Weinkeller. Nicht zuletzt gibt es im Gerhart-Hauptmann-Haus ein vorzügliches Angebot an Literatur des Dichters. Gestorben ist er in Agnetendorf in Schlesien. Er wurde nach Hidden-see überführt und am 28. Juli 1946 auf dem Inselfriedhof bestattet.